Nach unserem Aufstieg im Jahr 2023 in die Landesliga war das Ziel für diese Saison klar definiert: der nächste Schritt sollte folgen. Nachdem wir im vergangenen Jahr den Aufstieg knapp verpasst hatten, wollten wir es diesmal unbedingt schaffen.
Der Start in die Saison verlief jedoch alles andere als optimal. Mit einer Niederlage zu Beginn geriet unser Ziel früh ins Wanken und schien zwischenzeitlich sogar in weite Ferne zu rücken. Doch das Team bewies Moral, kämpfte sich zurück und arbeitete sich Spiel für Spiel wieder nach oben.
Am letzten Spieltag war dann alles angerichtet: In unserer eigenen Halle trafen die Plätze 1 bis 3 direkt aufeinander – ein echtes Finale um die Meisterschaft. Die Vorfreude war riesig, die Halle bestens vorbereitet und die Unterstützung von den Rängen überragend. Mit einem vollen Kader von 14 Spielerinnen gingen wir in diesen entscheidenden Tag – auch wenn eine Spielerin leider nicht mehr berücksichtigt werden konnte, unterstützte sie das Team lautstark von außen.
Im ersten Spiel trafen wir auf den FC Wenden. Bereits im Hinspiel konnten wir uns knapp mit 3:1 durchsetzen – ein kleiner mentaler Vorteil. Der erste Satz war hart umkämpft, doch eine starke Aufschlagserie brachte uns entscheidend nach vorne und wir sicherten uns den Satz mit 25:21. Im zweiten Durchgang starteten wir konzentrierter, erspielten uns früh eine Führung und bauten diese souverän zum 25:18 aus. Der dritte Satz begann deutlich schwieriger – zeitweise lagen wir mit sechs Punkten zurück. Doch mit druckvollen Aufschlägen, starken Angriffen und großartiger Abwehr kämpften wir uns zurück und entschieden den Satz denkbar knapp mit 27:25 für uns.
Nach diesem Sieg brachen bereits erste Emotionen aus. Gleichzeitig sorgte das Ergebnis für eine besondere Konstellation: Gleich vier Mannschaften waren nun punktgleich mit 33 Punkten. Für uns bedeutete das – ein weiterer Sieg musste her, egal wie.
Im zweiten Spiel wartete der MTV Braunschweig. Auch hier konnten wir auf das gewonnene Hinspiel zurückblicken. Der erste Satz war erneut ein Krimi. Trotz einer Verletzung unserer Mittelblockerin in der entscheidenden Phase behielten wir die Nerven und sicherten uns den Satz mit 26:24. Im zweiten Satz liefen wir von Beginn an einem Rückstand hinterher und mussten diesen mit 19:25 abgeben.
Im dritten Satz reagierte das Trainerteam und brachte frische Kräfte ins Spiel. Diese Umstellung zeigte Wirkung: Mit neuer Energie, starken Aufschlägen und guter Blockarbeit setzten wir uns früh ab. Kampfgeist und Einsatz waren in jeder Aktion spürbar – kein Ball wurde verloren gegeben. Der Lohn: ein deutliches 25:17.
Ein Satz fehlte noch zur Meisterschaft – 25 Punkte bis zum großen Ziel. Doch Nervosität war kaum zu spüren. Die Atmosphäre in der Halle war sensationell, die Zuschauer und das gesamte Team auf und neben dem Feld pushten sich gegenseitig. Mit stabiler Annahme, druckvollen Aufschlägen, starken Blocks und variablen Angriffen erspielten wir uns eine Führung. Auch strittige Schiedsrichterentscheidungen konnten uns nicht aus dem Konzept bringen – heute sollte unser Tag sein.
Am Ende war es ein Aufschlagfehler des Gegners, der den entscheidenden Punkt zum 25:21 brachte.
Dann war es geschafft: Meister der Landesliga 2025/2026 und der Aufstieg in die Verbandsliga!
Die Freude war riesig. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer geschlossenen Teamleistung – ganz nach unserem Motto: „Nie ohne mein Team“. Auch wenn nicht alle Spielerinnen an diesem Tag Einsatzzeit bekamen, war jede Einzelne ein wichtiger Teil dieses Erfolgs. Der Zusammenhalt, die Unterstützung von der Bank und der gemeinsame Einsatz haben diese Saison geprägt.
Ein schöneres Ende hätte diese Saison nicht haben können – Meisterschaft und Aufstieg, und das auch noch in eigener Halle, getragen von einer unglaublichen Stimmung.
