Die Ausgangslage war klar, so klar wie Dinge nur sind, bevor sie anfangen, kompliziert zu werden.
Der MTV SG stand auf Platz drei. Oben, aber nicht sicher.
Eine Niederlage – und die Vikings aus Vechelde wären da gewesen, punktgleich, 17 Zähler, gleiche Hoffnung, gleicher Druck.
Das obere Mittelfeld: nah genug an der Spitze, um von mehr zu träumen, und nah genug am Abgrund, um wach zu bleiben.
Der erste Satz machte kurz Hoffnung auf Ordnung im Universum.
13:25.
Der MTV SG spielte Volleyball, als hätte man ihnen für einen Moment die Zweifel abgenommen.
Schnelles Spiel, saubere Annahme, Spielzüge, die aussahen, als wären sie vorher wirklich gedacht worden.
Das Trainingslager zahlte sich aus. Zumindest für diesen Satz.
Im zweiten Satz kam Vechelde zurück, nicht laut, nicht spektakulär, sondern hartnäckig.
Lange Gleichstand. Punkt für Punkt.
Dann kippte es, wie es immer kippt.
25:16 für Vechelde.
Der dritte Satz war das, was man „umkämpft“ nennt, wenn beide Teams wissen, was auf dem Spiel steht.
Der MTV SG lag lange in Führung, musste sich am Ende jedoch knapp mit 28:26 geschlagen geben.
Danach war Schluss mit Abwarten.
Der MTV SG fand zurück zu seinem Spiel, setzte Vechelde früh unter Druck und entschied den vierten Satz deutlich mit 25:15 für sich.
Im Tiebreak blieb der MTV SG konzentriert, ließ keine Zweifel mehr aufkommen und gewann mit 15:10.
Damit sicherte sich das Team zwei wichtige Punkte und behauptete seine Position im oberen Tabellenbereich.
